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Glutathion in seiner reduzierten Form (GSH) erreicht in den Zellen Konzentrationen im Millimolarbereich und ist damit das am häufigsten vorkommende intrazelluläre Nicht-Protein-Thiol. Es kommt natürlicherweise in der Leber und im Zentralnervensystem vor. GSH schützt die Zellen vor freien Radikalen und Pro-Oxidantien und beugt Schäden durch reaktive Sauerstoffspezies, Peroxide, Lipidperoxide und Schwermetalle vor. Es dient als Cofaktor für wichtige Entgiftungsenzyme, darunter Glutathionperoxidasen, Glutathion-S-Transferasen und Glyoxalasen.
Mechanismus der Wirkung
GSH wandelt lipophile Toxine durch Konjugationsreaktionen in wasserlösliche Formen um, die ausgeschieden werden können. Es regeneriert die Vitamine C und E nach ihrer Oxidation, reguliert die Redox-Signalübertragung durch S-Glutathionylierung von Cysteinresten in Proteinen und unterstützt die Proteinfaltung, die Zellzyklusregulation sowie den Ascorbatstoffwechsel. GSSG (oxidierte Form) wird durch Glutathionreduktase mit NADPH als Cofaktor wieder zu GSH umgewandelt.
Wichtigste Vorteile
Entgiftung — Bindet Giftstoffe wie Schwermetalle, Schadstoffe und Stoffwechselprodukte direkt. Unterstützt die Phase-II-Entgiftung in der Leber durch Glutathion-S-Transferase-Enzyme, wodurch schädliche Verbindungen in wasserlösliche Formen umgewandelt und über die Galle oder den Urin ausgeschieden werden.
Unterstützung der Lebergesundheit — Mindert oxidativen Stress in den Leberzellen und unterstützt die Funktion der Mitochondrien. Lebererkrankungen werden durchweg mit verminderten Glutathionkonzentrationen in Verbindung gebracht, was den entscheidenden Zusammenhang zwischen dem GSH-Spiegel und der Gesundheit der Leber belegt.
Zellschutz — Reduziert direkt Wasserstoffperoxid und Lipidperoxide. Regeneriert die Vitamine C und E, um ein nachhaltiges antioxidatives Abwehrsystem aufrechtzuerhalten. Schützt die Mitochondrienfunktion, die DNA-Integrität, die Proteinstruktur und die Membranstabilität.
Hautgesundheit und -pflege — Als das im Hautgewebe am häufigsten vorkommende körpereigene Antioxidans schützt GSH vor UV-bedingten oxidativen Schäden und reguliert die Melaninbildung. Seine schwefelhaltige Zusammensetzung wirkt sich auf die Melanogenese aus, sodass hellere Pigmente gebildet werden, was zu einem gleichmäßigen Hautton beiträgt.
Referenzen
- Pompella A. et al. Die wechselnden Gesichter von Glutathion, einem Protagonisten der Zelle. *Biochem Pharmacol.* 2003;66(8):1499–1503.
- Kensler TW et al. Zellüberlebensreaktionen auf Umweltbelastungen über den Keap1-Nrf2-ARE-Signalweg. *Annu Rev Pharmacol Toxicol.* 2007;47:89–116.
- Honda Y. et al. Wirksamkeit von Glutathion bei der Behandlung der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung. *BMC Gastroenterol.* 2017;17(1):96.